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Artikelveröffentlichung in der lokalen Presse im September 2022

 

Lernpaten im Ehrenamt
Leselernhelfer betreuen vor allem Kinder in den Grundschulen und suchen Verstärkung.

Der Start in das neue Schuljahr zeigt, dass die Corona-Pandemie und der wachsende Lehrermangel Spuren hinterlassen haben. Es gibt eine Vielzahl von Wissenslücken bei den Schülerinnen und Schülern, die nicht immer im Elternhaus geschlossen werden können. Laut einer Umfrage halten 42 Prozent der Deutschen den Einsatz gut ausgebildeter Ehrenamtlicher an den Schulen für die beste Möglichkeit, Wissenslücken schnell aufzuarbeiten. Zu diesen Ehrenamtlichen gehören auch die Mitglieder des Vereins Mentor – Die Leselernhelfer. In Quedlinburg gibt es diesen Verein, der bundesweit etwa 13 000 Leselernhelfer hat, seit über vier Jahren.

Der Verein ist eine Initiative von Freiwilligen, die den Mädchen und Jungen Freude am Lesen vermitteln wollen. Das soll zugleich Defizite in der deutschen Sprache beseitigen und einen erfolgreichen Start in die Zukunft ermöglichen. In Absprache mit den Schulen und Eltern werden die Partnerschaften zwischen Mentor und Schüler gebildet. Die beiden treffen sich dann jeweils für eine Stunde pro Woche in der Schule und arbeiten miteinander. Dieses 1:1-Prinzip ermöglicht eine individuelle Förderung des Kindes. „Mit Lob, Humor und Geduld schaffen wir eine entspannte Leseatmosphäre“, erklärt Sonngard Ryschka, Vorsitzende des Mentor - Die Leselernhelfer-Vereins in Quedlinburg. Gegenwärtig können Mädchen und Jungen in zehn Grundschulen von dieser Hilfe profitieren. Der Bedarf an Lesementoren ist sehr groß, weiß Frau Ryschka. „Die Nachfrage der Schulen an uns ist gestiegen. Wir könnten noch viel mehr ehrenamtliche Lesementorinnen und Lesementoren an die Schulen vermitteln, damit sie dort die Kinder unterstützen. Viele der Schülerinnen und Schüler erhalten zu wenig oder keine Förderung. Es besteht die Gefahr, dass sie keinen Schulabschluss machen können und in ein Leben ohne Berufsausbildung und ohne gesellschaftliche Teilhabe abrutschen. Wer sie jetzt nicht auffängt, hängt sie wissentlich ab“, skizziert Sonngard Ryschka die Situation.

Um die Leselernhelfer gut in ihrem Ehrenamt zu unterstützen, hat der Verein regelmäßige Weiterbildungen organisiert. Dabei werden Hilfestellungen für den erfolgreichen Ablauf der gemeinsamen Lesestunden gegeben. In Thale und Ballenstedt können die Mentoren in den jeweiligen öffentlichen Bibliotheken Bücher ausleihen, die sie für die Arbeit mit den Kindern nutzen. In Ballenstedt ist dies sogar ohne Gebühr möglich. Die Leselernhelfer Quedlinburg sind Mitglied im Mentor-Bundesverband und nutzen auch die dort angebotenen Qualifizierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise den Umgang mit elektronischen Medien für das Lesen mit den Schülern. Kontakte gibt es auch zu benachbarten Vereinen, wie dem in Wernigerode.

Wer selber aktiv werden und den Mädchen und Jungen Spaß um Lesen und Lernen vermitteln möchte, kann sich bei Mentor Quedlinburg melden. Der Verein organisiert dann die Zusammenarbeit zwischen Mentor, Kind und Schule. Der Kontakt kann telefonisch unter 03946/70 11 62 oder per Mail an die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! hergestellt werden.

 

Vorstand wurde neu gewählt

Auf der Mitgliederversammlung am 31.05.2022 wurde der neue Vorstand gewählt.

Frau Sonngard Ryschka,   Vereinsvorsitzende

Frau Karin Masche,  Stellvertreterin

Frau Karola Janke, Schatzmeisterin

Der Vorstand wurde einstimmig für die nächsten drei Jahre gewählt.

Bücherspende von Herrn Dirk Rossmann

Unser langjähriger Förderer und Begleiter Dirk Roßmann hat unsere Leseförderung mit einer sehr großzügigen Bücherspende unterstützt: Er übergab MENTOR 8.000 Exemplare seines Kinderbuchs „Tintoretto“. Auch unser Verein Mentor Quedlinburg e.V. erhielt einige Exemplare dieser Spende.